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Am 26 Juli 2010 trat die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung - OStrV) in Kraft. Diese beruht auf der Umsetzung der EU-Richtline 2006/25/EG. Bis dahin war der Laserschutz in der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV B2 geregelt. Zur Zeit werden zur Verordnung OStrV Technische Regeln erarbeitet. Sobald diese veröffentlicht sind, wird die BGV B2 zurückgezogen.

Was ist neu?

1. Thema Laserschutzbeauftragte/r

Bisher:

In der BGV B2 wird ein Laserschutzbeauftragter bei der Anwendung von Lasern der Klassen 3R, 3B und 4 gefordert.

Durchführungsanweisungen zu § 6 Abs. 1 BGV B2

Der Laserschutzbeauftragte gilt als Sachkundiger, wenn er auf Grund seiner fachlichen Ausbildung oder Erfahrung ausreichende Kenntnisse über die zum Einsatz kommenden Laser erworben hat und so eingehend über die Wirkung der Laserstrahlung, über die Schutzmaßnahmen und Schutzvorschriften unterrichtet ist, dass er die notwendigen Schutzvorkehrungen beurteilen und auf ihre Wirksamkeit prüfen kann.

Es wird empfohlen, dass der Laserschutzbeauftragte an einem Kurs zur Erlangung der Sachkunde für Laserschutzbeauftragte teilnimmt, der den von dem Unfallversicherungsträger aufgestellten Anforderungen entspricht.

Neu:

Auch in der OStrV wird ein Laserschutzbeauftragter bei der Anwendung von Lasern der Klassen 3R, 3B und 4 gefordert, Jedoch ist nun die Voraussetzung für die Bestellung, dass dieser die erfolgreiche Teilnahme an einem Sachkundelehrgang nachzuweisen hat. Aus der Empfehlung wurde also eine Pflicht. Lehrgänge, die ohne eine Abschlussprüfung enden, werden nicht mehr anerkannt.

2. Thema Gefährdungsbeurteilung

Bisher:

Nach BGV B2 war es nicht erforderlich, in der Gefährdungsbeurteilung eines Arbeitsplatzes eine explizite Gefährdungsbeurteilung durch Laserstrahlung zu erstellen. Diese wurde durch die Einhaltung der Durchführungsanweisungen der BGV B2 ersetzt.

Neu:

Nach der OStrV ist es nun erforderlich, eine Gefährdungsbeurteilung speziell für die Gefährdung durch Laserstrahlung zu erstellen. Hilfestellungen hierzu gibt es bereits in der BGI 5006 und später auch in den Technischen Regeln. Die Gefährdungsbeurteilung ist vor Inbetriebnahme eines Arbeitsplatzes durch eine fachkundige Person zu erstellen.

Weitere Hinweise erhalten Sie im Leitfaden zur Richtlinie 2006/25/EG über künstliche optische Strahlung  (29/04/2011) .

 

 

 
 
 

 

 


 
 
 
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